10 Jahre - 10 Gesichter: Ahmad

In unserer Interviewserie “10 Jahre - 10 Gesichter” lassen wir anlässlich den 10 Jahren der Ausbildungspflicht Menschen zu Wort kommen, die die Ausbildungspflicht selbst erlebt haben, Jugendliche auf ihrem Weg begleiten oder die Ausbildungspflicht mitgestalten. Sie erzählen von ihren Erfahrungen, Herausforderungen, Erfolgen und davon, was es braucht, damit junge Menschen ihren Weg in Ausbildung und Beruf finden. 

Heute beantwortet Ahmad die Frage “Was hat mir die Ausbildungspflicht bis 18 gebracht?”

"Die Ausbildungspflicht bis 18 hat mir vor allem geholfen, meinen Weg nach der Schule zu finden und herauszufinden, was ich beruflich machen möchte. Am Anfang wusste ich noch nicht genau, wie es für mich weitergehen soll. Über das Jugendcoaching bin ich dann Schritt für Schritt weitergekommen.
Ich war zuerst bei arbas und bin von dort zum Vormodul bei TAFIE gekommen, um mich auf die nächsten Schritte vorzubereiten. Im Anschluss wollte ich meinen Pflichtschulabschluss nachholen, wodurch ich Theresa vom Jugendcoaching kennengelernt habe. Sie hat mich unter anderem dabei unterstützt, einen Pflichtschulabschlusskurs zu organisieren, den ich inzwischen erfolgreich abgeschlossen habe.
Das Jugendcoaching hilft mir vor allem dabei, den Überblick zu behalten und die nächsten Schritte zu planen. Theresa hat mir zum Beispiel bei meinem ersten Lebenslauf geholfen und unterstützt mich bei der Jobsuche und bei Bewerbungen. Wir haben gemeinsam geschaut, welche Berufe zu mir passen und was mich interessiert. Jetzt geht es darum, verschiedene Berufe praktisch kennenzulernen und Schnupperpraktika zu finden.
Im Moment interessieren mich vor allem handwerkliche Berufe, zum Beispiel Elektriker oder Kfz-Mechatroniker. Ganz genau weiß ich noch nicht, welcher Beruf es werden soll, aber durch die Begleitung kann ich verschiedene Möglichkeiten ausprobieren und herausfinden, was wirklich zu mir passt.
Was mir am Jugendcoaching am meisten hilft, ist, dass ich nicht alles alleine organisieren muss. Wenn viele Dinge gleichzeitig passieren, kann man schnell den Überblick verlieren. Theresa hilft mir dabei, dranzubleiben, Informationen zu bekommen und zu wissen, was als Nächstes zu tun ist.
Wenn ich anderen Jugendlichen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind, einen Tipp geben könnte, dann wäre es: Einfach zum Jugendcoaching gehen und es sich anschauen. Man muss nicht schon genau wissen, was man machen möchte. Es ist völlig in Ordnung, wenn man am Anfang noch keinen Plan hat. Gemeinsam kann man herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt und welcher Weg am besten passt."

Danke, Ahmad, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast!