Aylin* besucht die 2. Klasse einer Handelsakademie. Ihre Eltern und ihre Klassenvorständin machen sich Sorgen, weil ihre schulischen Leistungen im letzten Semester deutlich nachgelassen haben. Besonders in Rechnungswesen und Mathematik kämpft sie mit vielen Fünfern, außerdem wirkt sie oft unkonzentriert und erschöpft. Auf Anraten der Schule nimmt Aylin Kontakt mit dem Jugendcoaching auf.
Im Gespräch zeigt sich schnell, dass Aylin sehr ehrgeizig ist, aber durch den Druck von Schule und Familie kaum noch Freude am Lernen verspürt. Nachmittage und Abende verbringt sie damit, Aufgaben halbherzig zu erledigen und sich anschließend mit dem Handy abzulenken. Dadurch fehlt ihr eine klare Struktur, die Motivation sinkt und sie verliert den Überblick.
Gemeinsam mit ihrem Jugendcoach erstellt Aylin einen realistischen Lern- und Wochenplan. Es werden kurze, machbare Lerneinheiten eingeplant und mit Pausen und Freizeitaktivitäten kombiniert, sodass sie nicht mehr das Gefühl hat, ständig nur lernen zu müssen. Außerdem erarbeitet Aylin Strategien, wie sie ihr Handy bewusster nutzt, z. B. indem sie feste Zeiten für Social Media einplant.
Bei der Berufsperspektive wird klar: Aylin interessiert sich sehr für Marketing und Wirtschaft. Ihr Jugendcoach zeigt ihr auf, dass die HAK genau diese Türen öffnet – sei es über Schwerpunkte in der Oberstufe, Praktika oder später ein Studium. Zum ersten Mal erkennt Aylin, dass ihre Ausbildung direkt mit ihren Interessen zusammenhängt.
In der Schule gelingt es, gemeinsam mit den Lehrpersonen Förderstunden für Rechnungswesen zu organisieren. Zusätzlich sucht Aylin sich Nachhilfe in Mathematik. Durch diese Unterstützung, die neue Struktur und ihre wachsende Motivation verbessert sich ihre Situation Schritt für Schritt.
Am Ende des Semesters hat Aylin es geschafft, ihre negativen Noten auszugleichen. Sie ist stolz, weil sie gemerkt hat, dass sie mit Organisation, klaren Zielen und Unterstützung wieder auf den richtigen Weg kommt. Gleichzeitig spürt sie, dass die Schule ihr Perspektiven eröffnet, die zu ihren Träumen passen.
*Name und Geschichte sind fiktiv.