10 Jahre - 10 Gesichter, die Beitragsreihe zum 10-jährigen Jubiläum mit interessanten Einblicken in die Ausbildungspflicht bis 18.
Heute beantwortet uns Elanur die Frage „Was hat mir die AB18 gebracht?"
"Vor allem hat mir die Ausbildungspflicht und das darauffolgende Jugendcoaching Orientierung und Unterstützung gegeben, als ich selbst nicht mehr wusste, wie es weitergehen soll. Nachdem ich aufgrund meiner gesundheitlichen Situation oft in der Schule gefehlt hatte und schließlich nicht mehr aufsteigen konnte, stand ich plötzlich ohne Plan da. Durch meine Schwester bin ich auf das Jugendcoaching aufmerksam geworden.
Von Anfang an war mein großes Ziel, den Pflichtschulabschluss nachzuholen. Gemeinsam haben wir geschaut, welche Schritte dafür notwendig sind. Bevor ich direkt mit dem Pflichtschulabschluss starten konnte, habe ich im AusbildungsFit mitgemacht. Dort habe ich vor allem wieder eine Tagesstruktur und Regelmäßigkeit aufgebaut. Auch wenn nicht alles immer leicht war und manche Methoden nicht ideal für mich waren, hat mich diese Zeit gut auf den nächsten Schritt vorbereitet.
Danach konnte ich erfolgreich mit dem Pflichtschulabschluss beginnen. Dort habe ich viel Unterstützung bekommen, nicht nur beim Lernen, sondern auch bei der Berufsorientierung und den ersten Bewerbungen. Ich bin mir zwar noch nicht zu hundert Prozent sicher, welcher Beruf der richtige für mich ist, aber ich konnte verschiedene Möglichkeiten kennenlernen und mich Schritt für Schritt orientieren.
Besonders wichtig war für mich, dass ich trotz meiner gesundheitlichen Herausforderungen meine Ziele nicht aus den Augen verloren habe. Ich hatte immer wieder Operationen und musste Rückschläge verkraften. Das Jugendcoaching hat mir geholfen, trotzdem dranzubleiben und meinen Weg weiterzugehen. Ich habe gelernt, dass man nicht alles alleine schaffen muss und dass Unterstützung anzunehmen eine Stärke ist.
Heute bin ich viel selbstbewusster als früher. Ich traue mir mehr zu, gehe offener auf neue Möglichkeiten zu und weiß, dass es sich lohnt, an seinen Zielen festzuhalten – auch wenn der Weg manchmal länger ist.
Anderen Jugendlichen würde ich raten, Vorurteile abzulegen und das Jugendcoaching einfach auszuprobieren. Oft kennt man die Möglichkeiten gar nicht, die es gibt. Mir hat es gezeigt, dass man mit der richtigen Unterstützung auch schwierige Situationen meistern und seinen eigenen Weg finden kann."
Vielen Dank, Elanur, dass du dir die Zeit für uns und dieses Interview genommen hast!