10 Jahre - 10 Gesichter: Martina Bartel

Ausbildungspflicht bis 18 wurde 10 und zu diesem Anlass hat Martina Bartel, Fachmitarbeiterin der KOST Tirol (Koordinierungsstelle), uns folgende beiden Fragen beantwortet:

Was ist mein Beitrag zur Ausbildung bis 18? Was hat sich verändert?
„Als Mitarbeiterin der KOST Tirol begleite ich Jugendliche im Rahmen der Ausbildungspflicht bis 18 und unterstütze sie dabei, einen passenden Weg in eine Ausbildung zu finden. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit ist die administrative Begleitung der Jugendlichen in der Datenbank „Monitoring bis 18“. In dieser Datenbank scheinen Jugendliche auf, bei denen die Ausbildungssituation unklar ist. Meine Aufgabe ist es, Kontakt zu den Jugendlichen und deren Familien aufzunehmen, die individuelle Situation abzuklären, Informationen bereitzustellen und gemeinsam mit den Jugendlichen und deren Familien weitere Schritte zu planen. Im Laufe der Fallbegleitung in der Datenbank arbeite ich vor allem eng mit dem Jugendcoaching, dem AMS, der Kinder- und Jugendhilfe und den Schulen zusammen.
Die Jugendlichen, mit denen ich arbeite, befinden sich in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Nicht jeder Weg verläuft geradlinig. Manchmal ist der weitere Ausbildungsweg noch unklar, eine Ausbildung wurde abgebrochen oder der Fokus liegt im Moment auf persönlichen Herausforderungen. Besonders wichtig ist es dabei für mich, den jungen Menschen mit seiner eigenen Geschichte, den individuellen Voraussetzungen, Stärken und Kompetenzen zu sehen. 
Häufig fragen Eltern und auch Jugendliche selbst telefonisch über die Serviceline der KOST Tirol zu Themen rund um die Ausbildungspflicht bis 18 nach. So möchten sie zum Beispiel wissen, was die Ausbildungspflicht bis 18 für ihr Kind bedeutet und welche Möglichkeiten es gibt. In einem ersten Gespräch informiere ich über das Ausbildungspflichtgesetz und streiche die Wichtigkeit einer Ausbildung für die Zukunft der Jugendlichen hervor.
Es ist schön zu wissen, dass ich Jugendliche auf einem wichtigen Stück ihres Weges begleiten darf – manchmal ganz unmittelbar im Gespräch, manchmal „versteckt“ im Hintergrund durch Koordination und Vernetzung. Besonders schön sind jene Momente, in denen sich zeigt, dass eine jugendliche Person einen passenden Weg gefunden hat – sei es durch den Start einer Ausbildung oder das Andocken an ein Unterstützungsangebot. Kurzum: zu erleben, wie neue Perspektiven entstehen und junge Menschen ihren eigenen Weg finden.“

Herzlichen Dank, Martina, dass du dir die Zeit für unsere Beitragsserie zum Jubiläum genommen hast!