Ausbildung in Zeiten der Pandemie

Die Frage nach einer geeigneten Ausbildung muss sich jeder junge Mensch früher oder später stellen. Schon immer bedeutete die Suche nach der Antwort darauf für die meisten eine echte Herausforderung. Die aktuelle Corona-Krise erschwert diese Lebensaufgabe für viele noch zusätzlich. Die Verunsicherung bei Jugendlichen scheint zu wachsen und weitere Fragen rund um das Thema Zukunftsperspektiven tauchen auf. Wie verbreitet diese Sorgen sind und wie die Chancen auf eine passende Ausbildungsstelle eingeschätzt werden, soll im Folgenden beleuchtet werden.

Österreichweit gilt für alle Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und sich dauernd im Land aufhalten, die Ausbildungspflicht. Betroffene müssen demnach einer Bildungs- oder Ausbildungsmaßnahme oder einer auf diese vorbereitende Maßnahme nachgehen. Nur durch wenige Ausnahmeregelungen kann die Ausbildungspflicht bereits früher enden[1]. Auch nach dem 18. Geburtstag ist die berufliche Zukunft oder der Ausbildungsplan häufig noch nicht geklärt. Die Bandbreite an Menschen, die auf diesem Gebiet von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, ist also groß. Unter anderem leidet besonders das Sicherheitsgefühl von jungen Menschen bezüglich ihrer Perspektiven. Wie ernstzunehmend dieser Umstand ist und wie hoch der Handlungsbedarf laut Jugendlichen ist, wurde im Juli 2020 untersucht.

In der Studie wurden 1700 junge Menschen im Alter von 14 bis 20 befragt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass über 60 Prozent aller Befragten den Eindruck haben, die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hätten sich durch die Corona-Krise verschlechtert. Die Suche nach einem passenden Ausbildungs- oder Praktikumsplatz sei laut der Mehrheit viel schwieriger geworden. 40 Prozent geben sogar an, sich wegen der Umstände ernsthaft zu sorgen, wie es bei ihnen mit der Schule bzw. der Ausbildung, dem Studium oder dem Beruf weitergeht. Wenn es um Maßnahmen zur Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche geht, sind sich die Jugendlichen zum Großteil ebenfalls einig. Seitens der Politik wird noch nicht genug für Betroffene getan. Der allgemeine Wunsch nach Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche ist groß[2].

Die Befragung zeigt, dass Jugendliche Unterstützung im Bereich Zukunftsplanung mehr denn je brauchen. In Österreich bietet das Jugendcoaching auch jetzt völlig kostenlos solch eine Hilfe an. Fachkräfte, Jugendcoacher und -coacherinnen, bieten Wissen und Kompetenzen, um für Orientierung zu Sorgen und Schritte Richtung erfolgreicher Zukunft zu begleiten. Alle Interessierten im Alter zwischen 14 und 19 können sich stets beim Jugendcoaching melden. Sollte jemand sonderpädagogischen Förderbedarf, Lernschwierigkeiten, eine langfristige Erkrankung, eine Beeinträchtigung haben oder unter emotionalen, psychischen Problemen leiden, kann er sich auch bis zum 24. Lebensjahr vom Jugendcoaching unter die Arme greifen lassen. Den Weg zum Coaching findet man ganz einfach unter www.jugendcoaching-tirol.at.

 


[1]

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (2019): Ausbildungspflicht nach Erfüllen der Schulpflicht. Online verfügbar unter: www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/schulinfo/abp18.html.

 

[2] Ingo Barlovic, Denise Ullrich, Clemens Wieland (2020): Ausbildungsperspektiven in Zeiten von Corona. Eine repräsentative Befragung von Jugendlichen. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.). Gütersloh. Online verfügbar unter: www.chance-ausbildung/jugendbefragung/corona.